Gründung: 07.12.2013-Willkommen bei uns <3 Wir suchen dringend: Sam Winchester, Stefan Salvatore,Esther Mikaelson, Marcel Gerald, Davina Claire, Alaric Saltzman, Jeremy Gilbert, Matt Donovan, Castiel, die Cullens, Volturis uvm <3
#1

Eingangsbereich

in Haus von Emilia Johnson 01.02.2014 22:07
von Grace Agron (gelöscht)
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Heute war der Tag der Tage. Grace war sowohl freudig aufgeregt, als auch zu Tode betrübt. Ihre alte Heimat zu verlassen war nicht so einfach, aber sie freute sich auch auf ein neues Leben in New Orleans. Als sie mit dem gemieteten Laster vor dem Haus hielten blickte sie sofort aus dem Fenster und als sie standen löste sie ihren Gurt und stieg aus dem Auto. "Wow", das Haus war wunderschön. Wie immer hatten ihre Eltern alles getan, um es ihr Recht zu machen. Sie fühlte sich allmählich fast schuldig, auch wenn ihre Eltern sagten sie wären glücklich, wenn sie glücklich war.
Das Haus war ein Traum, von außen Backstein und das Dach weiß, sowie die Türen und alle Verkleidungen am Haus. Als sie den Blick ihrer Eltern sah lächelte sie in ihre Richtung. "Ja, es ist Klasse!", sagte sie, das sie ganz genau wusste, sie warteten beide auf ein Resümee von ihr. Als ihre Eltern dann anfingen den Laster aus zu räumen wollte sie natürlich mithelfen. Sie wusste, sie durfte sich nicht überanstrengen, aber das hießt nicht, dass sie überhaupt nichts tun durfte. "Mom, bitte. Der Arzt sagte doch, in einem gesunden Rahmen. Ich trage nur leichte Sachen, versprochen! Hier!", meinte sie und holte als erstes das riesengroße Bett für ihren Dalmatiner heraus und klemmte es sich unter den Arm, um dann auch schon zum haus zu gehen. "Mozart, hierher!", rief sie, als der Dalmatiner neugierig in Richtung eines Besuchers rannte. Schnell stellte sie das Bettchen ab und rannte in die Richtung ihres treuen Gefährten.
Vor dem Fremden blieb sie schwer atmend stehen, eine Hand legte sie auf ihre Brust und verzog das Gesicht leicht. "T-tut mir Leid...", brachte sie gerade so hervor, als ihr leicht schwarz vor Augen wurde und sich an Mozart abstützte. "Geben... sie mir einen Moment okay?", manchmal vergas sie ihre Krankheit einfach. Vergas, dass sie nicht wie andere einfach über die Wiese rennen konnte. Vergas, dass sie nicht wie andere unbedacht handeln durfte. Vergas, dass sie ihren Eltern Sorgen bereitete. Doch sie streckte die Hand nach hinten aus, um ihren Eltern zu zeigen, dass es in Ordnung war und sie nicht zu ihr gerannt kommen mussten. Kurzerhand griff sie in die Tasche an Mozarts Körper und holte Tabletten und eine Flasche Wasser heraus. Vorsichtig richtete sie sich auf und zwang sich das ungeliebte Zeug den Rachen herunter. "Er ist ... normaler Weise nicht so. ", erklärte sie dem Fremden, als sie wieder etwas zur Luft gekommen war und schenkte ihm ein offenes Lächeln, indem dennoch auch etwas Verlegenheit lag. Sie war nicht so gut im Umgang mit Fremden, doch aus irgendeinem Grund war es bei ihm etwas Besser als sonst. Darüber machte sie sich jedoch keine weiteren Gedanken, sondern reichte ihm die Hand. "Mein Name ist Grace Agron, wir sind gerade frisch nach New Orleans gezogen", stellte sie sich vor und strich mit der anderen Hand ihrem treuen Freund über den Kopf. "Und das ist Mozart", fügte sie noch hinzu.
Dem Blick des Fremden wich sie überwiegend aus, da es sie in Verlegenheit brauchte. Entweder sie sah auf seine Lippen oder auf sein Kinn oder sogar noch tiefer auf die Brust. In der Hoffnung, dass er es nicht merken oder dem keine Beachtung schenken würde.

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#2

RE: Eingangsbereich

in Haus von Emilia Johnson 03.02.2014 11:16
von Niklaus Mikaelson (gelöscht)
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Genervt saß ich in meinem Anwesen auf dem Sessel im Salon. Es herrschte Stille im ganzen Haus. Rebekah war irgendwo in der Stadt, Elijah hat Hayley auf einen Spaziergang im Garten mitgenommen und wenn ich gerade richtig höre, ist er mal wieder mehr als charmant. Bei diesem Gedanken ballten sich meine Hände zu Fäusten. Elijah hatte wahrlich ein Talent dafür sich die Frauen auszusuchen, die eine Verbindung zu mir hatten, egal was für eine das war. So war es bereits bei Tatia, bei Elena, bei der kleinen Hexe von damals und nun bei Hayley. Nicht das ich eifersüchtig wäre. So etwas habe ich nun wirklich nicht nötig. Doch diese Frau trug mein Kind in sich und es wird mein Kind bleiben. Meine Tochter oder mein Sohn! Elijah würde mir das nicht wegnehmen, ansonsten sehe ich mich gezwungen ihn mal wieder zu erdolchen und in seinen Sarg zu legen, bis er versteht, was er mir antun darf und was nicht. Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht, trank ich noch den letzten Schluck meines Scotchs aus und stellte das Glas anschließend aus dem Tisch. Es wird Zeit mal wieder rauszukommen. Viel zu lange habe ich mich um die Stadt und deren Vampire, Wölfe und Hexen, gekümmert. Schwungvoll stand ich auf und ging in den Flur, wo ich mir meine Jacke im Vorbeigehen schnappte und schließlich das Anwesen verließ. Kalte Luft empfing mich, doch ich genoß es. Wie von selbst trugen mich meine Füße in Richtung Innenstadt, welche ich bereits nach 10 Minuten erreichte. Hier war es voll wie immer. Hunderte von Touristen drängten sich durch die Straßen und staunten über die mystischen Geschichten, die ihnen von den Reiseleitern über die Stadt erzählt wurden. 'Diese Narren. Wenn die wüssten, dass die Geschichten wahr sind und eine richtige Hexe ihnen gerade die Vergangenheit erzählte?!' dachte ich nur und schüttelte spöttisch meinen Kopf. 'Menschen sind so schwach und naiv. Man konnte ihnen alles erzählen und sie würden es glauben. Der eine schneller als der andere!' Seit einiger Zeit verachtete ich die Menschen nur noch. Ich umgab mich lieber mit meinesgleichen. Wobei ich sagen muss, das Camille mich durchaus fasziniert. Sie war nicht so schwach und dumm wie die meisten Menschen und ihre Art war besonders. Nachdenklich sah ich in denbewölkten Himmel, der ankündigte, dass es bald regnen würde. Doch nach Hause wollte ich noch nicht und um ehrlich zu sein, sehnte ich mich nach ein wenig Ruhe und so führte mich mein Weg ein wenig außerhalb der Stadt. Langsam, je weiter ich ging, traf ich immer weniger Leute auf meinem Weg an. Eine langersehnte Ruhe überkam mich und ich fing an ein wenig gemütlicher zu gehen. Diese Gegend war noch nicht sehr alt. Wohnhäuser standen hier viele und alles wirkte so perfekt und friedlich. 'Was für eine Lüge!' dachte ich amüsiert. 'Wenn die Menschen doch nur wüssten, dass das gefährlichste Wesen der Welt gerade durch ihre Straßen spazierte. Lächelnd ging ich weiter, bis ich Stimmen vernahm. Ich sah nach vorne und kniff meine Augen etwas zusammen, um besser sehen zu können, da die Menschen doch weiter weg standen. Es schien eine Familie zu sein, die her zog. Nun doch etwas neugierig und weil ich gerade auch nichts besseres zutun hatte, ging ich den Neuen entgegen und mit jeden Meter stutzte ich mehr. Dieses junge Mädchen. Sie kam mir so bekannt vor. Ihre langen blonden Haare, dieses Gesicht und diese Augen. Es dauerte nur noch Sekunden bis mir wieder einfiel woher ich sie kannte. 'Grace!' schoss es mir durch den Kopf. Die kleine Grache Agron! Natürlich. Wie konnte ich sie nur vergessen? Aber wieso zog sie her? Sie sollte nicht hier sein. Es war viel zu gefährlich!' dachte ich und wollte eigentlich umkehren, doch ich konnte nicht. Etwas hinderte mich daran. Plötzlich kam ein Hund auf mich zugelaufen. Ich seufzte genervt. Das war ja klar. Diese Tiere spürten, dass wir anders waren als die Menschen. "Du bist ein Spielverderber!" raunte ich gereizt, denn eigentlich hatte ich vorgehabt mich den Agrons noch nicht zu offenbaren. Doch es war zu spät. Ich sah Grace auf mich zurennen. Als sie direkt vor mir stand, konnte ich ein unangenehmes Ziepen in meiner Brust spüren. Grace wirkte blass und schwächer als damals. Selbst wenn sie noch so strahlte, diese Tatsache konnte sie vor mir zumindest, nicht verbergen. Und das zeigte sich auch in dem Moment, als sie ein wenig taumelte. Sofort griff ich nach ihrem Arm, um sie zu stützen. "Ist alles in Ordnung?" fragte ich nach und musterte sie doch besorgt und war doch selbst darüber überrascht, dass meine Art ihr gegenüber sich seit damals nicht verändert hatte. Ich wollte ihr helfen, sie schützen, sie von allem schlechten fernhalten. Ich konnte beobachten, wie sie ihre Tabletten aus der Tasche des Hundes holte und sie einnahm. "Es ist schon okay. Er scheint nur auf dich aufzupassen," stellte ich fest und lächelte leicht. Sie lächelte ebenfalls kurz, doch schien etwas unsicher zu sein. Trotzdem streckte sie mir die Hand hin, die ich sofort ergriff und an meine Lippen führte. "Es ist mir eine Freude dich kennenzulernen Grace! Ich bin Niklaus. Aber die meisten nennen mich Klaus," stellte ich mich ebenfalls vor und empfand es doch als etwas merkwürdig mich ihr vorzustellen. Wusste sie doch eigentlich wer ich bin. Aber ich hatte mich damals nun einmal dafür entschieden sie zu manipulieren und damit musste ich jetzt leben.
"Das sehe ich," sagte ich und blickte zum Lastwagen. "Also nehme ich an du kennst noch nicht viele Personen und Orte?" Mein Blick ruhte fragend auf ihr. "Wenn du möchtest, dann führe ich dich gerne durch diese wunderbare Stadt. Ich werde selbstverständlich vorher mit deinen Eltern alles abklären!" setzte ich noch hinzu und lächelte charmant.

//Sorry, konnte nicht aufhören zu schreiben aber du musst ja nur auf das Antworten, was dich betrifft :D

zuletzt bearbeitet 03.02.2014 11:17 | nach oben springen

#3

RE: Eingangsbereich

in Haus von Emilia Johnson 03.02.2014 16:24
von Grace Agron (gelöscht)
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// na wenn schon, denn schon XD

Manchmal überlegte, sie ob sie es nicht doch mit einem Solarium versuchen sollte oder vielleicht mehr Sonne? Aber sie wusste, sie würde ohnehin nicht braun werden, sie konnte ihre blasse Haut nicht verbergen und so viel leider den Meisten sehr schnell auf, dass etwas nicht mehr ihr stimmte. Sie hielten sie für zerbrechlich und schwach und das ärgerte sie sehr, sie wollte nicht immer wie ein rohes Ei behandelt werden, auch wenn sie wusste, dass die Leute es nur gut meinten. Den größten Gefallen tat man ihr, indem man ganz normal mit ihr umging. Leider schaffte das fast niemand. Aber sie würde die Hoffnung nicht aufgeben, vielleicht fand sie ja hier Leute, die ihre Krankheit etwas lockerer nahmen.
Zwar war es nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte, aber sie wollte doch nicht jeden Tag und jede Sekunde daran erinnert werden, dafür sorgten schon die Schmerzen und Schwächeanfälle, dazu brauchte sie nicht noch die Sorgen anderer. Sie hasste es so abhängig zu sein, wünscht sich mehr Stärke, doch sie musste sich mit dem zufrieden geben was sie hatte. Allmählich hatte sie sich ja damit abgefunden, denn sie konnte es ja doch nicht ändern, genauso wenige konnte sie ihre Krankheit einfach verschwinden lassen. Zwar war sie eine gnadenlose Optimistin, aber sie war schlau und wusste wann es Zeit war, Dinge ruhen zu lassen.
Natürlich griff dieser Mann nach ihrem Arm, es war üblich und gerade bei Fremden normal. Es sei denn sie hatte totale Mistkerle vor sich. Hin und wieder war es aber auch eine nette Abwechslung, einfach mal schief und dumm angeguckt so werden, als wäre man ein Alien, nur weil man gerade einen Schwächeanfall hatte, solche Menschen amüsierten sie lustigerweise.
Bei den Worten des Fremden lächelte sie stolz und strich ihrem Hund erneut über den Kopf. "Oh ja, das tut er. In jeder Hinsicht Mister...?", sie sah ihn fragend an, es war eindeutig, dass sie neinen Namen erfahren wollte. Einerseits wollte sie gleich erste Bekanntschaften machen, andererseits zog sie etwas an ihm an, sie wusste nicht was und maß dem auch keine große Bedeutung an, aber es war als würde sie einen alten Bekannten treffen. Nachdem sie sich ihm dann vorgestellt hatte, brachte sie auch ihn dazu seinen Namen zu erwähnen. Als sie seine Hand hielt trafen sich ihre Blicke und sie hielt diesem einen Moment stand. Dieser Name... auch er war irgendwie vertraut. "Ich glaube ich kannte mal jemanden mit dem Namen. Freut mit... Klaus?", sie sah ihn fragend an, war es in Ordnung für sie, ihn auch so zu nennen? Mit ihrem Blick und dem heben der Stimme am Ende des Satzes fragte sie schon danach.
Sie lachte kurz auf, es war ein helles, klares Lachen. "Nein, ich kenne hier nichts und niemanden. Aber was ich bis jetzt gesehen habe, fand ich schön", antwortete sie auf seine Frage und senkte nun wieder den Blick. All zu lang war es ihr einfach nicht möglich ihn anzusehen, man konnte sogar eine leichte Röte auf ihren Wangen erkennen. Doch das war wohl kaum verwunderlich. Außer ihrem Vater und ihrem Adoptivbruder kannte sie keine Männer. Warum wusste sie nicht, es war ihr nie wirklich wichtig gewesen, sie war erst 18 geworden und in den Augen ihrer Eltern ohnehin für den Rest ihres Lebens zu jung und zu krank für Männerbekanntschaften. Bis jetzt hatte sie es aber auch einfach akzeptiert. Sie hatte ihre Familie, das war das Wichtigste. Aber zum Teil steckte in ihr eben ein ganz normales 18 jähriges Mädchen mit Träumen und Wünschen. Wie fühlte sich die Nähe zu einem Mann an, wie war es, wenn man sich küsste oder innig miteinander wurde. Alles Sachen, die sie nicht kannte. Verliebtheit. Doch sie hat gelernt ihr Leben zu nehmen, wie es nun einmal war. Wenn der Zeitpunkt gekommen war, würde sie sich sicher auch verlieben, selbst wenn ihre Eltern davon nicht überzeugt waren, sie konnten es ja nicht verhindern und sie würden es ihr sicher auch nicht verbieten.
Das ihre erste Bekanntschaft hier nun männlich war, war vielleicht eine gute Gelegenheit, um etwas zu üben. Zu üben mit Männern umzugehen, wie redet man mit ihnen, wie verhält man sich ihnen gegenüber. Aber sie hatte schon in den ersten Sekunden gemerkt, dass es nicht sehr einfach für sie werden würde, dafür war sie wohl zu schüchtern. Bei der Idee, die Klaus dann äußerte leuchteten gleich ihre Augen. "Eine gute Idee. Ich darf ja ohnehin nicht mithelfen", meinte sie mit einem leichten Glucksen. "Aber Mozart muss mit okay. Er muss immer in meiner Nähe sein, wegen der Medikamente und ... so", erklärte sie ihm mit einem leichten Lächeln. Sie wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, was machte das denn für einen ersten Eindruck 'Hey, ich bin Grace und das ist der Tumor in meiner Brust, wir freuen uns dich kennen zu lernen' nein, das wollte sie nicht.
Kurzer Hand ergriff sie seinen Arm, ohne weiter darüber nachzudenken, und zog ihn zu seinen Eltern. "Mom, Dad, das ist Klaus. Er kennt sich hier aus... da kommt wieder der Dichter in mir durch. Ähm... also er hat vorgeschlagen, mir die Stadt zu zeigen", erklärte sie unsicher, denn sie wusste wie ihre Eltern waren, gar nicht unbedingt, weil ein fremder Mann mit ihrer Tochter umher ziehen wollte, sondern vielmehr der Gedanke, ihre Tochter aus den Augen zu lassen. "Mozart und mein Hand sind dabei", fügte sie noch schnell hinzu, damit ihre Eltern nicht das Gefühl hatten, sie hilflos einem Fremden auszuliefern.

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#4

RE: Eingangsbereich

in Haus von Emilia Johnson 03.02.2014 20:33
von Niklaus Mikaelson (gelöscht)
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Unauffällig, wobei es wahrscheinlich doch nicht so unauffällig war - weil ich einfach nicht der Typ dazu war - musterte ich sie. Es war kein abwertendes mustern, sondern eher ein neugieriges. Ich konnte nicht leugnen, dass sie sich verändert hatte. Nicht zu sehr aber vom Äußerlichen doch schon. Sie wirkte reifer, überlegter und ihre Schönheit, die sie schon damals an und in sich trug, hatte sich noch verdoppelt. Ihre weichen, blonden Locken umrahmten ihre weichen Gesichtszüge und ließen sie beinahe wie einen Engel wirken. Selbst ein vollkommen Fremder hatte wohl das Bedürfnis diese junge Dame zu schützen und von allen Bösen der Welt fernzuhalten. Sofern es ein Mensch ist. Ein Vampir würde sie wohl geradewegs zur Strecke bringen. Sie verkörperte genau das, was ich nur zu gerne einen Vampirköder nannte. Jung, wunderschön, rein, unschuldig. Außerdem hatte sie diesen Duft an sich, welcher sehr verlockend auf meine Art wirkte. Vanille mit einem Hauch von Zimt.
Mein Kopf legte sich leicht schief, als ich ihren Arm hielt. Ich lauschte ihrem Herzschlag, welcher ein wenig langsamer war, als der eines gesunden Menschens. Obwohl ich wusste, dass es bei dieser Krankheit normal war, berunruhigte mich das auf die ein oder andere Weise. Wie gerne würde ich ihr ein normales Leben ermöglichen? Ich würde ihr soviel Blut von mir geben, wie sie benötigte aber zu meiner eigenen Überraschung, die ich damals empfunden habe, heilte mein Blut sie nicht komplett. Es ließ sie nur die Schmerzen nicht mehr spüren und sich ein wenig kräftiger fühlen. Das wars auch schon. Es hatte mich damals schon sehr frustriert und ich hatte Rat bei meiner persönlichen Hexe geholt, doch nicht mal sie wusste, wie man Grace helfen konnte. Also gab ich mich damit zufrieden, ihr wenigstens mit meinem Blut den Schmerz zu nehmen.
Als Grace sich wieder aufgerichtet hat von ihrem kleinen Schwächeanfall, sah ich sie aufmerksam an. Sie wirkte sehr stolz auf ihren Hund, was mich leicht lächeln ließ. "Das merkt man. Er weicht dir kaum von der Seite!" erwiderte ich ihre Worte und setzte in Gedanken hinzu: Damit ist er schon mal besser als ich! Aber was solls. Ich habe sie damals manipuliert mich zu vergessen und mit der Konsequenz musste ich jetzt leben. Ihre Hand in meiner, ließ mich sie direkt anzusehen. Ihre blauen Augen strahlten förmlich etwas aus, was mich faszinierte. Genau wie damals. Sie schaffte es noch immer mich mit einem einzigen Blick zu fesseln. Jedoch verpuffte diese Situation schnell, als sie erwähnte, dass mein Name ihr zumindest vertraut vorkam. Gespielt überrascht hob ich meine Augenbrauen hoch. "So? Du kanntest mal so jemanden? Das ist merkwürdig. In Amerika ist dieser Name sehr selten vertreten!" gab ich von mir und lächelte sie dann aufmunternd und charmant an. "Ja, für dich sehr gerne Klaus oder aber auch Nik," bot ich ihr an. Wie sie mich nannte, war mir im Endeffekt egal. Hauptsache es war nicht Niklaus. Das würde mich nur an Mikael erinnern und ich musste mich stark zurückhalten nun nicht das Gesicht zu verziehen. Selbst nach seinem Tod, loderte der Hass noch in mir. Aber der war hier Fehl an Platz und kaum das ich mir das bewusst gemacht habe, konzentrierte ich mich wieder auf die hübsche Blondine vor mir. Das fiel mir auch nicht schwer, denn in der nächsten Sekunde ertönte ihr Lachen, und bei diesem sanften Klängen, konnte ich nicht anders, als ehrlich und zufrieden zu lächeln. "Nun..es gibt noch mehr schöne Plätze in New Orleans. Wunderschöne Plätze voller Kunst oder Mysertie!" sagte ich schmunzelnd. Wobei ich mir noch unsicher war, ob ich ihr die Hexengegend zeigen sollte. Andrerseits war ich ja dabei, also würde schon nichts passieren. Kaum das sich mein Blick erneut auf sie richtete, senkte sie ihren Blick. War sie etwa nervös? Ja, eindeutig. Sie wurde rot, doch dieser Ton stand ihr wirklich sehr gut, vor allem bei ihrer blassen Haut. Leicht lächelnd wollte ich ihren Kopf anheben, bis mir einfiel, dass sie mich ja gar nicht mehr so kannte, wie ich sie. Für sie war ich ein Fremder und so sank meine Hand schnell wieder.
Gerade noch rechtzeitig, denn schon erblickten mich wieder zwei funkelnd blaue Augen. Erwartungsvoll hob ich meine Augenbrauen und verschränkte meine Hände hinter meinem Rücken. Als sie mir zusagte, lachte ich leise auf und nickte. "Selbstverständlich kannst du deinen Hund mitnehmen." Auch wenn du ihn in meiner Gegenwart nicht brauchst. Schließlich habe ich genug heilendes Blut in mir. dachte ich, doch sprach es nicht aus.
Ich war etwas überrascht, als sie einfach meinen Arm nahm und mich mit sich zog. Vor ihren Adoptiveltern blieb sie stehen und stellte mich vor. "Guten Tag!" sagte ich nur und versuchte einen guten Eindruck zu hinterlassen, was mir auch gelang. Auch diese beiden hatte ich so manipuliert, dass sie sich nicht an mich erinnern würden. "Freut mich sehr Sie beide kennenzulernen. Sie müssen sich keine Sorgen um ihre Tochter machen. Ich werde sie mit meinem Leben beschützen. Und ich kenne die Stadt so gut, wie mein eigenes Haus. Es ist als ob ich die Stadt mit erbaut hätte!" sagte ich grinsend. Wenn die wüssten, dass ich die Wahrheit sprach.....Dieser Gedanke amüsierte mich zusehends.
Graces Eltern überlegten eine Weile und ich wollte sie schon manipulieren, als sie nickten. Nachdem ich ihnen versprach Grace zu Abend zurückzubringen, sah ich lächelnd zu Grace und hielt ihr einladend meinen Arm hin. "Darf ich bitten Miss?"

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#5

RE: Eingangsbereich

in Haus von Emilia Johnson 03.02.2014 21:01
von Grace Agron (gelöscht)
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Das er sie musterte bemerkte sie nun überhaupt nicht. Für so etwas hätte sie vermutlich nicht einmal das Auge, wenn sie ihn ansehen würde. Aber das ihr Blick ja eher Richtung Boden oder auf seine Brust ging, merkte sie das natürlich nicht mal ansatzweise. Als Engel würde sie sich nie bezeichnen oder sehen, weder optisch noch in sonst welcher Hinsicht, dafür war sie wohl einfach zu bescheiden und durch ihre Krankheit fand sie ihren Körper auch nicht sonderlich schön, zumindest teilweise. Was nun nicht hieß, dass sie überhaupt kein Selbstbewusstsein hatte, tief in ihr drin gab es davon schon ein bisschen, was dafür sorgte, dass sie nie in depressive Haltungen diesbezüglich verfiel. Vampire, Werwölfe, dass alles kannte sie nicht und wenn sie davon erfahren würde, würde sich ihre Weltanschauung wohl deutlich verändern. Aber sie würde niemanden deswegen verurteilen, dazu war sie zu offen und sie nahm Leute wie sie waren. Solange sie ihr nicht unbedingt an die Kehle sprangen zumindest, dann würde sich diese Ansicht wohl doch etwas verändern.
Das würden ihre Eltern auch, aber was nicht ging, ging eben nicht. Grace hat gelernt ihr Schicksal zu akzeptieren und mit Stolz zu tragen. Stolz, weil sie immerhin schon 18 Jahre alt war, obwohl die Ärzte ihr anfänglich keine 15 gegeben hatten. Das Klaus daran durchaus beteiligt war wusste sie natürlich nicht, vielleicht würde der Stolz dadurch doch etwas schrumpfen, wenn sie dann wüsste, dass es nicht allein durch ihren Überlebenswillen kam. Dieser war bei ihr sehr stark ausgeprägt und doch war sie abenteuerlustig, kannte nur eben ihre Grenzen und wusste wann sie aufhören musste, wusste wann es besser war umzukehren.
Was damals sein Blut übernommen hatte, übernahmen heute die ganzen Tabletten, die sie am Morgen, am Mittag und zum Abend nehmen musste. Manchmal auch zwischendurch und selbst dann halfen sie natürlich nicht ansatzweise so gut, wie das Blut von Klaus es getan hatte. Würde er es ihr anbieten, würde sie aber ablehnen. Sehr wahrscheinlich zumindest und sie dann umzustimmen würde auch nicht leicht sein, sie hatte gewisse Prinzipien und von denen wich sie nur selten ab.
Das war sie, sie konnte sich gar nicht vorstellen, was sie ohne ihn machen würde und es betrübte sie, dass er nur so eine kurze Lebensdauer hatte. Und doch sah sie es auch positiv, vermutlich würde sie nicht lange ohne ihn sein müssen, wenn denn überhaupt, denn all zu alt würde Grace ja leider auch nicht werden. Klaus sollte sich nicht mit einem Hund vergleichen. Sie schätzte Mozart sehr, aber Hunde waren bedingungslos treu, Menschen hatten einfach einen zu starken Charakter, als das sie wie Hunde handeln könnten.
"Ja... vielleicht habe ich einmal gelesen. In einer meiner Geschichten gibt es auch einen Klaus, einen sehr alten Vampir... ein sehr einsamer, alter Vampir...", sie senkte leicht den Blick, aber lächelte doch. Die Parallelen, die zwischen ihren Geschichten und Klaus seinem Leben existierten konnten allenfalls aus ihrem Unterbewusstsein stammen, es war nichts, was sie bewusst auf ihn zurück geführt hatte. Wenn sie aber mehr von Klaus Geschichte wüsste, würde sie wohl staunen.
Sein Lächeln gefiel ihr, in jenem Moment blieb ihr Blick wieder an seinen Gesichtszügen hängen. "Sie sollten öfters Lächeln Klaus!", schlug sie ehrlich vor und strich mit ihrer kalten Hand über seine. Manchmal platzte so etwas einfach auch ihr heraus und wenn es ihr dann bewusst wurde, war es oft schon zu spät und sie wurde nur wieder leicht rot und versuchte es mit einem Lächeln zu überspielen. "Das klingt sehr toll, wird mich sicher inspirieren ein neues Buch zu schreiben", meinte sie zufrieden und schon sichtlich gespannt, was auf sie warten würde.
Als sie vor ihren Eltern standen lächelte sie leicht und überließ dann erst einmal Klaus das Wort. Ihr Blick ruhte auf ihren Eltern, die wie versteinert stehen geblieben waren, als Grace mit dem Fremden Mann angekommen war. "Mom, willst du das nicht lieber abstellen? Sieht schwer aus", sprach sie ruhig und ihre Mutter schüttelte leicht den Kopf und blinzelte ein paar mal schnell, bis ihr bewusst wurde, dass sie noch immer den Fernseher in den Händen hielt. Schnell stellte sie diesen ab und lächelte Grace unsicher an. Es war ein neues Erlebnis für ihre Eltern und somit war die Reaktion nicht verwunderlich für Grace, sie hoffte nur inständig, dass sie deswegen nicht nein sagen würden. Als aber beide nickten klatschte sie erfreut in die Hände. "Vielen Dank", sie lief zu ihren Eltern und gab beiden noch einen Kuss auf die Wange, schnappte sich schnell ihre Jacke vom Rücksitz des Transporters und ging dann wieder auf Klaus zu.
Lächelnd und mit einem kleinen Knicks nahm sie den dargebotenen Arm an und war schon gespannt, wo er als erstes mit ihr hingehen würde. Mozart folgte den beiden treu, eine Leine würde sie für ihn nicht brauchen, da er eigentlich immer aufs Wort hörte. Gut, das mit Klaus war eben eine von den seltenen Situationen, in denen das mal nicht der Fall war, immerhin wurde der Hund darauf trainiert Gehorsam zu zeigen, doch Grace war oft sogar froh, wenn er mal seinen eigenen Kopf durchsetzte, immerhin war er kein Sklave oder eine Maschine, er war mehr ein Freund für sie. "Wohin gehen wir zuerst Nik?", fragte sie dann, unbewusst, dass sie von Klaus auf Nik umgestiegen war. Nik, so hatte sie ihn früher auch genannt, doch sie dachte sich nichts bei.

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